Tipps für Online-Texter



Websurfer lesen nicht, sie scannen

79 Prozent der Websurfer lesen Webseiten nicht Wort für Wort: Sie scannen den Bildschirm ab und picken sich einzelne Wörter und Sätze heraus. So das Ergebnis einer Studie von Jacob Nielsen. Online-Texter müssen daher zusätzlich ganze andere Erkenntnisse beachten, wie „normale“ Werbetexter.

Fürs Web schreiben, heißt für den Bildschirm schreiben.

Bildschirmarbeit ist jedoch Schwerstarbeit für die Augen. Hinterfragen Sie mal Ihr Leseverhalten am Bildschirm: Korrigieren Sie Fehler lieber auf dem Papier oder am Bildschirm? Wo finden Sie Fehler schneller und effektiver: Am Bildschirm oder im ausgedruckten Text? Wie oft drucken Sie sich längere Texte aus, die Sie im Netz finden?

Am Monitor lesen wir 25 Prozent langsamer!

Das belegen Untersuchungen. Online-Texter bieten deshalb Orientierungshilfen wie Zwischenüberschriften, Aufzählungen, hervorgehobene Schlüsselwörter. Legen Sie das Seitenlayout so an, dass die Texte übersichtlich präsentiert werden, und nicht zu lang wirken.

Kurze Sätze sind besser zu verstehen.

Die Nachrichtenagentur dpa setzt die Grenze des Optimalen bei 9 Wörtern, des Erwünschten bei 20 Wörtern, die des maximal erlaubten bei 30 Wörtern. Macht im Schnitt 10 bis 15 Wörter pro Bildschirmsatz. Aber: Ausschließlich kurze Sätze machen einen Text monoton und langweilig. Besser ist ein Mix zwischen kurzen und etwas längeren Sätzen. Online-Texter sollten folgendes vermeiden:

  • Eingeschobene Nebensätze
  • Schwer verdauliche Wort-Kompositionen
  • Abkürzungen
  • Klammern, weil sie den Lesefluss unterbrechen
  • Zahlen-Ungetüme im Fließtext

Online-Nachrichten-Leser lesen anders

Gute Online-Texter schaffen einen Informations-Mehrwert für den Leser. Online-Nachrichten-Leser lesen laut Eyetrack-Studie des Poynter-Instituts anders als Zeitungsleser: Sie wollen Texte, weniger Grafiken oder Bilder. Entsprechend suchen  Online-Nachrichten-Leser bei Nachrichtentexten zuerst nach aussagekräftigen Anreißern/Teasern und Überschriften.

Hypertext nutzen

Nutzen Sie die Möglichkeiten des Hypertextes: Setzen Sie Linkverweise auf interessante Themen, Tools und was es sonst noch im Netz gibt. Zum Beispiel Checklisten, Bücherlisten, Studien etc.
Darüber hinaus gelten für Online-Texter natürlich auch die Grundregeln für Werbetexter. Die wichtigsten Regeln finden Sie hier:

Textregeln

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